23-Jan-2012 - Liebe Yvonne, wir sind nach 12 Stunden Verspätung der Condormaschine wieder gut in Hamburg gelandet und versuchen uns nach dem schönen Urlaub wieder hier zurecht zu finden. Ich schreibe gerne für die " testimonial page", nur weiss ich nicht wie und wo. Adele sagt, Sie könnten meine e-mail ins internet stellen. Egal. Was ich berichte, können Sie gerne ganz oder in Teilen für sich nutzen. Die Fotos verwaltet Adele oder Florian, falls Sie welche haben möchten.
Unsere Reisegruppe bestand aus 8 Mitgliedern mit den verschiedensten Behinderungen: Opa und Oma (alt), Sebastian (Schwerstarbeiter mit Internetzugangsbedarf),Greta (9Jahre) Florian (Rollstuhlfahrer, der rollstuhlgerechte Lodgezimmer brauchte) Peter (Assistent, der für aufgeladene Elektrorollstuhlbatterien sorgen musste,neben vielem anderen)Adele und Mick (Verliebte mit Heiratswünschen). Ob man es glaubt oder nicht: alles hat geklappt und wir sind alle noch ganz erfüllt von dieser schönen Reise durch Tansania, auf der wir uns sehr gut betreut fühlten. Der Tierreichtum in den Nationalparks hat uns überwältigt und wir haben nirgend woanders eine so reiche Tierwelt gesehen.
Aber nicht nur das: Bäume und Blumen, die Vulkanlandschaften, der Kilimandscharo, die Inselwelt auf Sansibar (das nie gegen Helgoland getauscht wurde, wie wir dann auch gelernt haben) die Freundlichkeit der Tansanier, denen wir begegnet sind, haben uns sehr beeindruckt. Auch die Unterbringung in den Lodges hatte sehr gutes Niveau. Wir haben 4 Nationalparks kennengelernt : Arusha, Lake Manyara, Ngorongoro Krater, Tarangire, zu denen wir mit 2 komfortablen Toyotageländewagen (einer mit Rampe) gefahren worden sind. Omar und Joshua fuhren nicht nur umsichtig und vorsichtig sondern konnten auch all unsere Fragen zu Land und Leuten, Tieren, Pflanzen und das Leben an sich beantworten. Ausserdem hatten sie einen guten Kennerblick für die oftmals versteckt lebenden Tiere und kannten sich mit ihren Gewohnheiten und Verhaltensweisen aus. Und nicht zu vergessen: mar hat es geschafft, in kürzester Zeit eine Trauung mit einer schönen tansanischen Standesbeamtin in dem wundervollen Garten unserer Lodge zu arrangieren und für ein Honeymoon Zimmer in den Hotels zu sorgen.
Das waren wundervolle Tage, aber eine Reise beginnt ja schon viel früher, nämlich sobald der Gedanke daran sich in unseren Köpfen eingenistet hatte. Da war dann bald Yvonne beteiligt, die unermüdlich auf unsere Wünsche und Fragen in vielen e-mails eingegangen ist. Das hat unser Vertrauen in die Unternehmung gestärkt, auch wenn uns manchmal ganz schwindlig wurde, was wir uns da vorgenommen hatten.
Was nicht so gut geklappt hat: war der Transfer des Rollstuhlfahrers am Flughafen Kilimandschao, was heisst, der Rollstuhlfahrer konnte nur mit dem Bord eigenen Rollstuhl und unserer Hilfe aus der Condormaschine geschafft werden. Und trotz "Hakuna matata" war kein Lifter oder geschultes Personal zur Verfügung, als es darum ging, ihn in eine kleinere Maschine ohne Bordrollstuhl zu bringen. Aber , große Hochachtung, der Flugbegleiter aus der Maschine krempelte die Ärmel hoch und half. Auf dem Flughafen auf Sansibar war zunächst kein geeigneter Wagen zur Verfügung für den Transfer zur Uroa Bay, aber nach 1 Stunde hatte der Agent einen Rollstuhl geeigneten Wagen herbei telefoniert, mit dem dann alles gut lief.
Barbara Seelman, Januar 2012